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Update: Jugendliche zündeten Couch an –Großeinsatz für Feuerwehren in Traunreut

Traunreut – Großalarm wurde am Mittwoch, 28. Februar, gegen 19.40 Uhr für die Feuerwehr Traunreut und mehrere Nachbarfeuerwehren wegen eines Tiefgaragenbrands in der Heinz-von-Stein-Straße ausgelöst. Innerhalb kurzer Zeit ist es den Atemschutztrupps gelungen, das Feuer zu löschen. Die starke Rauchentwicklung hat die Einsatzkräfte längere Zeit beschäftigt. Verletzt wurde niemand. Nun ist auch die Ursache bekannt.


Wie die Traunreuter Polizei am Donnerstag informierte, ist das Feuer aufgrund eines Jugendstreichs entstanden. Demnach haben Jugendliche eine Couch in der Tiefgarage mit einem Feuerzeug angezündet. Anschließend fing diese Feuer und brannte komplett aus. Den Schaden schätzen die Beamten auf rund 7000 Euro. Wahrscheinlich werden die Eltern für den Schaden und auch für die Einsatzkosten aufkommen müssen. 

Die Erstmeldung:

»Insbesondere die Anwohner haben alles richtig gemacht«, lobt Traunreuts Kommandant Konrad Unterstein deren Handeln mit dem frühzeitigen Alarmieren der Feuerwehr sowie das Positionieren von Einweisern. So konnten die Einsatzkräfte innerhalb kürzester Zeit zum Brandherd gelangen und die Flammen in der Tiefgarage in einem frühen Brandstadium löschen. Nach derzeitigen Erkenntnissen brannten dort auf einer Fläche von vier Quadratmetern abgestelltes Mobiliar.

In Windeseile wurde eine Löschwasserversorgung aus den Fahrzeugtanks sowie den umliegenden Hydranten aufgebaut, damit die zehn Atemschutztrupps genügen Löschwasser am Strahlrohr hatten. Das Belüften des Gebäudes und einschließlich der angrenzenden Bebauung nahm im Gegensatz zum Löschen des Brandes längere Zeit in Anspruch. Mit mehreren Hochdrucklüftern wurde der Rauch aus dem Gebäude geblasen. Gleichzeitig wurden in Tiefgarage Schadstoffmessungen durchgeführt. Diese blieben glücklicherweise ohne nennenswerte Ergebnisse.

Neben den Hauptaufgaben in der Tiefgarage kümmerten sich die Feuerwehren um einen Bereitstellungsraum für die etwa 20 angerückten Fahrzeuge und errichteten eine Atemschutzsammelstelle. An der Einsatzleitung rund um Traunreuts Kommandanten Konrad Unterstein liefen die Fäden zusammen. Von dort aus wurden die etwa 110 Einsatzkräfte eingeteilt und koordiniert und die Maßnahmen strukturiert.

Neben der Feuerwehr Traunreut waren die Feuerwehren aus Stein, Traunwalchen, Palling, Trostberg und die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung, Stefan Lohwieser von der Pressestelle des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein sowie Kreisbrandinspektor Martin Schupfner und Kreisbrandrat Christof Grundner vor Ort. Traunreuts 2. Bürgermeister Reinhold Schroll wurde über die Einsatzlage seitens der Einsatzleitung informiert. Darüber hinaus war der Fachberater des Technischen Hilfswerks aus Traunstein sowie Mitarbeiter der Stadtwerke am Einsatzort, um die Maßnahmen zu unterstützen.

Der ebenfalls alarmierte Rettungsdienst musste nicht eingreifen, verletzt wurde niemand. Neben zwei Rettungswägen und einem Notarzt koordinierte der Organisatorische Einsatzleiter Rettungsdienst die Kräfte vor Ort. Was das Feuer ausgelöst hat sowie die Ermittlung der Schadenshöhe ist derzeit Bestandteil der polizeilichen Ermittlungen. Gegen 22.30 Uhr waren alle Einsatzmaßnahmen der Feuerwehr abgeschlossen und die ehrenamtlichen Floriansjünger konnten zurück zu ihren Gerätehäusern fahren. hob